Warum Kreativität heute wichtiger ist denn je
- San Schaller

- 19. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 10. Jan.
Künstliche Intelligenz soll unser Leben erleichtern, doch sie kommt mit einem Preis. Kreativität ist vermutlich das Erste, das wir opfern, ohne es zu merken.

Gerade heute, wo AI alles für uns erledigt und unser Leben einfacher machen soll, halte ich es für umso wichtiger, dass die Kreativität gefördert wird. Fünf verschiedene künstliche Intelligenzen würden mit dem selben Input vermutlich ein sehr ähnliches Resultat liefern, aber fünf Autoren schreiben fünf komplett verschiedene Manuskripte.
Man braucht dafür nicht Psychologie studiert zu haben, um die Folgen der KI abzuschätzen. Die Menschen werden bequem. Erwarten, dass alles reibungslos läuft. Vergessen grundlegende Dinge, weil die Antwort nur ein paar Klicks entfernt liegt.
Ich bin davon überzeugt, dass dies unserer Gesellschaft NICHT guttun wird. Depressionen werden zunehmen und die Menschen werden sich fragen, was das alles noch für einen Sinn hat.
Authentizität durch Reibung und kreativen Ausdruck, um die voranschreitende Taubheit zu durchbrechen.
Auch wenn sich nicht alle Menschen künstlerisch betätigen, so liegt jedem eine Kreativität inne, die auf irgendeine Weise zum Ausdruck kommen will. Kreativität hat viele Gesichter und spricht alle Menschen auf irgendeine Weise an. Ob es nun darum geht ein Bild zu malen oder seine eigene Wohnung einzurichten.
Jeder ist auf irgendeine Weise kreativ.
Während KI dafür sorgt, dass möglichst wenig Reibung entsteht, finde ich, sollte man die Reibung heraufbeschwören, denn irgendwann kommt der Tag, an dem die Menschen merken, dass sie nichts mehr können.
Ja, vielleicht ist es dystopisch und ein bisschen zu radikal.
Aber gerade darum ist es wichtig, Kreativität zu fördern.
Etwas zu lernen, bringt Menschen weiter. Etwas zu erschaffen, gibt ihnen ein gutes Gefühl. Seinen Stil zu finden, ermöglicht es einem, sich von der Maße abzuheben.
Die Aussage “Das wird KI sowieso eines Tages übernehmen.” ist gefährlich und zeugt von Gleichgültigkeit.
Ich bin kein Gegner von KI, aber ich denke, es braucht Regulierung.
Als Autorin und Schreibcoach ist es mir umso mehr ein Anliegen, dass junge Menschen nicht nur ihre Stimme finden, sondern sich auch trauen, diese zu nutzen.
Das Kreative Schreiben ermöglicht einen, fremde Welten zu entdecken. Dabei geht es nicht darum, sich mit einer KI zu vergleichen, sondern das Selbstvertrauen darin zu stärken, dass man keine Maschine braucht, um etwas zu erschaffen.
In der Romanfabrik biete ich den Raum dazu, dich mit deinen Geschichten zu befassen, gebe dir die Werkzeuge an die Hand, um sie zu polieren, und helfe dir, deine Stimme zu entwickeln.
Es ist höchste Zeit, etwas zu tun, das man nicht perfekt kann.
Etwas, das gar nicht perfekt sein muss!
Denn gerade das unterscheidet das Menschliche von der KI.
PS: Dieser Text wurde ohne Hilfe von KI geschrieben.



Kommentare