3 Dinge, die mir keine Schreibschule beigebracht hat — und wie ich sie selbst gelernt habe
- San Schaller

- 9. Nov. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Erfahre hier, wie du sie selbst meistern kannst.
Zwei Jahre lang habe ich eine Schreibschule für Kreatives Schreiben besucht. In dieser Zeit konnte ich viele Techniken lernen und mein Schreibhandwerk deutlich verbessern. Doch rückblickend fällt mir auf: Es gibt drei essenzielle Punkte, die dort nie erwähnt wurden — und die ich mir in den letzten Jahren durch Praxis selbst aneignen musste.

photo von unsplash
Selfpublishing
Während in der Schule das Schwegewicht auf Verlagen lag, ging das Selfpublishing dabei komplett unter. Warum? Weil alle Lehrer aus dem Verlagswesen kamen.
Ich kann es nicht oft genug sagen, aber Leute, setzt euch unbedingt mit dem Selfpublishing auseinander. Die Verlagswelt ist aus meiner Erfahrung viel mehr Schein als sein. Klar gibt es die großen Verlage, die die Mehrheit der Buchregale in den Buchläden füllen, und ja, als Selfpublisher ist es schwer, dorthin zu kommen, aber wenn man nicht Ken Follet oder Brandon Sanderson heißt, sind die Chancen, durch einem Verlag zum Erfolgsautor gepusht zu werden, sehr gering.
Zudem kommt der Faktor Zeit dazu. Die Verlagsmühlen treten sehr langsam. Während eine Kollegin ein Jahr lang auf Verlagssuche war, die letztendlich erfolglos blieb, habe ich 4 Bücher geschrieben und veröffentlicht.
Hätte ich diese vier Bücher über einen Verlag veröffentlicht, hätte der zudem noch die Hälfte der Einnahmen eingestrichen. Dabei muss man im Hinterkopf behalten, dass es sehr viele Verlage gibt, die kein Werbebudget haben und von den Autoren auch noch verlangen, selbst Werbung zu machen.
Was bitteschön bringt mir denn dann noch ein Verlagslogo auf dem Cover? Da stimmt doch etwas nicht.
Als Selfpublisher streiche ich zumindest die ganze Kohle für meine Bemühungen ein.
Social Media Skills
Man glaubt es kaum, aber ja, das will gelernt sein. Learning by doing ist dabei völlig okay, man sollte sich aber schon ein paar Skills aneignen, um in dem Haifischbecken nicht unterzugehen.
1/ Dir Wahl deiner PlattformStartest du als Autor in den Sozialen Medien, tust du dir selbst einen Gefallen, wenn du dich für den Anfang auf eine, maximal zwei Plattformen beschränkst. Schließlich willst du als Autor möglichst viel Zeit für das Schreiben nutzen.Finde heraus, welche Plattform dir am meisten zusagt und baue dir dort eine Community auf – nicht bloß eine Followerschaft.
2/ Community vs. FollowerschaftIn einer Community herrscht eine gewisse Dynamik. Go with the flow, beschreibt es wohl am besten. Habe die Augen offen und finde heraus, was die Leute beschäftigt, worauf sie anspringen und welche Themen sie interessiert. Bringe dich ein und bleibe authentisch.
3/ Politische StatementsAus meiner Erfahrung empfehle ich, dich in Zurückhaltung zu üben, wenn es um politische Statements geht.Du willst in erster Linie eine Leserschaft aufbauen. Möchtest, dass deine Romane und deine Geschichten gelesen werden. Mit politischen Äusserungen kannst du bestimmt ein paar Leser gewinnen, aber du wirst vermutlich mehr Leser verlieren, da sie politisch anders gesinnt sind.Erinnere dich immer daran: Kunst und Politik gehen meistens nicht Hand in Hand.
Buchmarketing
Buchmarketing passiert nicht von allein und schon gar nicht über Nacht. Es ist harte Arbeit, die Zeit und Geld kostet.Hier eine Liste von Möglichkeiten, Buchmarketing zu betreiben, bzw. hilfreichen Links, die ich gern früher gekannt hätte.
Newsletterwerbung
Es gibt zahlreiche Newsletteranbieter, bei denen man Buchaktionen bewerben kann.
Amazon Werbung schalten lassen
Auf Fiverr bieten zahlreiche Leute ihre Dienste an. Das ist keine schlechte Sache, wenn du dich nicht selbst damit auseinandersetzen will.
Kindlepreneur
Auf Kindlepreneur findest du jede Menge hilfreiche Tipps & Tricks. Willst du dein Buch selbst auf Amazon bewerben, lohnt es sich auch, in die App Publisher Rocket zu investieren.
Vielen Dank fürs Lesen.
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